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Be Your Own Valentine

 

Das hier geht heute an alle Singles, die gern einen Partner hätten, an Alle, die unglücklich in einer Partnerschaft sind, und ja, auch an die, bei denen es eigentlich ganz ok läuft:

 

Valentinstag… schwer zu ignorieren bei dem kommerzialisierten Hype. Egal ob online oder offline, überall begegnen uns unzählige Angebote rund um Valentinstaggeschenke. Um Dich herum regnet es rote Rosen, romantische Dinner und Liebesbekundungen. Und Du sitzt dazwischen und weißt nicht, ob Du weinen oder kotzen willst?

 

Je mehr Du darüber nachdenkst, desto trauriger wirst Du? "Es ist ja auch wirklich unglaublich, wie viele verliebte Menschen heute unterwegs sind. Und die sind Alle soo glücklich." Du wärst auch gerne so glücklich in einer Partnerschaft, aber findest keinen oder nicht den richtigen Partner. "Den wirklich Richtigen zu finden ist ja auch gar nicht so leicht und es wird auch immer schwieriger. Zum Glück weiß man immer besser, wie der ideale Partner sein sollte. Da braucht man keine Zeit mit den Falschen zu verschwenden." Du hast so viel um die Ohren - der Job fordert, Familie und Freunde sind Dir sehr wichtig und Du willst viel Zeit mit ihnen verbringen. Sport und Erholung muss natürlich auch noch reinpassen. Und da bleibt oft einfach keine Zeit für die Partnersuche. Aber Hand auf’s Herz, diese Sehnsucht wohnt direkt am Kern Deines Belastungsgefühls.

 

Ich habe heute einen Vorschlag für Dich. Nimm Dir etwas Zeit für Dich, mache es Dir schön, nimm Dir einen Block und einen Stift und stelle Dir ein paar Fragen. Schreibe die Antworten auf! Wirklich! Wir denken täglich ca. 60.000 Gedanken. Nimm Dir die Zeit und die Ruhe, die Antwort-Gedanken auf die Fragen aus diesem Gedanken-Meer zu fischen, um sie auf einem Blatt Papier gewürdigt und in Ruhe betrachten zu können:

 

Hier kommen die Fragen. Weiter unten findest Du Hinweise und Anregungen, falls Du nicht weiterkommst. Aber versuch erst einmal, Deine eigenen Reaktionen festzuhalten, bevor Du die Hinweise liest.

 

  1. Was wünscht Du Dir?
  2. Wie fühlst Du Dich, wenn Du an diesen unerfüllten Wunsch denkst?
  3. Welche Gedanken liegen den Gefühlen zu Grunde?
  4. Welche Bilder entstehen zu diesen Gedanken in Deinem Kopf?
  5. Was für einen Film schaust Du (in Deinem Kopf-Kino), welche Geschichte erzählst Du Dir selbst?
  6. Stresst Dich dieser Film oder entspannt er Dich?
  7. Wer wärst Du ohne diese Geschichte/ diesen Film?
  8. Wie könnte Deine Geschichte auch lauten?
1. Was wünscht Du Dir?

Schreibe auf, wonach Du Dich sehnst, was Dir in Deinem Leben fehlt. Sei nicht diplomatisch oder erwachsen-korrekt. Schreibe Dein inneres, trotziges Bedürfnis auf, dass spätabends wie ein kleines Kind in Dir ruft: „Ich will aber!“. Versuche, Deinen Wunsch auf das Wesentliche zu konzentrieren und formuliere kurz und knackig.

 

2. Wie fühlst Du Dich, wenn Du an diesen unerfüllten Wunsch denkst? 

Ist es eher das Kotzen oder das Weinen? Versuche zu ergründen, welches Gefühl für Dich im Vordergrund steht. Ist es Wut? Hast Du es einfach satt, dass es so ist, wie es ist? Oder bist Du frustriert, fühlst Dich verbittert und denkst, dass das eh alles nichts mehr wird? Vielleicht fühlst Du Dich auch einsam oder schämst Dich, fühlst Dich unzureichend? Sei ehrlich zu Dir selbst und schau hin. Wenn Du Hilfe beim Benennen Deiner Gefühle brauchst, hilft Dir vielleicht Byron Katie’s Liste von Gefühlen.

 

3. Welche Gedanken liegen den Gefühlen zu Grunde?

Unsere Gefühle hängen maßgeblich davon ab, was wir denken. Und da wir alle danach streben, uns auf eine bestimmte Weise zu fühlen (meist glücklich, zufrieden), ist es sehr lohnenswert sich anzuschauen, durch welche Gedanken unsere aktuellen Gefühle entstehen. Fühlst Du Dich unzufrieden und schlecht gelaunt, ist der Gedanke dahinter vielleicht, dass es nicht so läuft, wie es laufen sollte. Fühlst Du Dich einsam, liegt das vielleicht an einem Gedanken wie „Keiner interessiert sich für mich.“ Du merkst, dass Du dem echten Gedanken auf der Spur bist, wenn sich das Gefühl deutlich bemerkbar macht.

 

4. Welche Bilder entstehen zu diesen Gedanken in Deinem Kopf?

Welche Bilder oder Szenen tauchen in Deinem Kopf auf? Siehst Du vielleicht eine endlose Reihe von Valentinstagen vor Dir, an denen es um Dich herum rote Rosen regnet und Du allein nach Hause gehst? Siehst Du Dich alt und runzelig allein in einem Sessel sitzen und Kreuzworträtsel lösen?

 

5. Was für einen Film schaust Du (in Deinem Kopf-Kino), welches Skript schreibst Du Dir selbst?

Aus Bildern entstehen Geschichten und wir haben die Fähigkeit, diese Geschichten in unserem Kopf zu sehr realen Filmen zusammenzufügen. Unser Gedächtnis arbeitet stark über Bilder und Geschichten - für unsere Erinnerungen, für unser Selbstbild, dafür wie wir die Welt um uns herum wahrnehmen. Und Du erinnerst Dich: Deine Gedanken (zu Deiner Wahrnehmung, Deiner Erinnerung, Deiner Interpretation der Realität) beeinflussen direkt, wie Du Dich fühlst. Also, was für einen Film schaust Du? Einen traurigen? Einen wütenden Horrorfilm?

 

6. Stresst Dich dieser Film oder entspannt er Dich? 

Zappe ein paar Minuten in Dein aktuelles Programm rein. Augen zu und zuschauen – was passiert in dem Film, wie ist die Stimmung, welche Rolle spielst Du? Und dann mach die Augen wieder auf und spüre in Dich hinein: Fühlst Du Dich nach dem Filmchen besser oder schlechter?

 

7. Wer wärst Du ohne diese Geschichte/ diesen Film?

Nun frage Dich, wer wärst Du ohne diese(n) Gedanken? Was würde zum Vorschein kommen? Für welche Gedanken und Gefühle wäre mehr Platz?

 

8. Wie könnte Deine Geschichte auch lauten?

Du darfst entscheiden, welche Geschichte Du (Dir) zu Deinem Leben erzählst. Die Dinge passieren Dir nicht einfach. Du hast jeder Zeit die freie Entscheidung, wie Du sie interpretierst und deutest. Du kennst sicher Menschen, die auch nach schweren Schicksalsschlägen gut wieder zu sich finden. Das sind oft die Menschen, die ihre Geschichte bewusst und kraftvoll schreiben.

 

Das ist nicht immer einfach. Das Leben ist nicht immer einfach. Oft brauchen wir Hilfe und Unterstützung. Aber es lohnt sich. Warum? Weil wir damit einen Partner finden? Nein. Weil wir so bei uns selbst ankommen! Und unser echtes Selbst ist die Basis, auf der wir einen Partner finden, der zu uns passt.

 

… und bevor ich hier ende noch eine kurze Anmerkung: „Es ist einsam, frustrierend, leer und schwierig.“ Das ist eine Aussage, die von vermutlich ebenso vielen verheirateten Menschen unterschrieben werden würde wie von Singles ;-)

 

Es kommt also darauf an, was Du daraus machst.

 

Mach was draus!

 

 

Wer sich intensiver mit den Fragen der inneren Zufriedenheit auseinandersetzen will, dem empfehle ich:

 

  • The Work of Byron Katie Auf ihrer Seite findest Du tolle Arbeitsblätter und Anleitungen, „The Work“ selbständig durchzuführen. Auch ihr Buch "Lieben was ist" bietet gute Ansätze, um in schwierigen Situationen zu sich selbst zu finden und Kraft zu schöpfen. Das Buch findest Du zum Beispiel hier bei Amazon.
  • Und wieder das Büchlein: „Shaolin, Das Geheimnis der inneren Stärke“ von Späth, Th., Bao, S. Y., Kunze, P., erschienen bei GU. Zum Beispiel hier bei Amazon zu finden.
  • Und über die Ehe im Besonderen: „Der Lauf der Liebe: Roman“ von de Botton, A., erschienen bei S. Fischer. Zum Beispiel hier bei Amazon zu finden.

 

Die 800 Tonnen rote Rosen sind nachzulesen bei Wikipedia.

 

Photo by Raj Eiamworakul on Unsplash

 

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Erfahrungen & Bewertungen zu Katrin Hormann . Life Balance Coach