11.8.2022

Entscheide Dich mal! | Stressmanagement

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Kennst Du das? Du überlegst, den Job zu wechseln, aber bist Dir nicht sicher, ob das die richtige Entscheidung wäre? Du kannst Dich nicht entscheiden, ob Du die neue Wohnung in der Stadt nehmen sollst, oder die im Vorort? Du vereinbarst etwas und würdest dann am liebsten alles wieder umschmeißen? Du kannst Dich nicht zwischen der blauen und der grauen Jacke entscheiden? Und … puh … möchtest Du heute Abend lieber Netflix gucken oder lesen?


Entscheidungsmöglichkeiten sind ein Luxus

Um uns herum wimmelt es nur so von Entscheidungen, die getroffen werden wollen. Im Kleinen wie im Großen. Manche Entscheidungen fallen uns ganz leicht, bei anderen bemerken wir gar nicht, dass wir eine Wahlmöglichkeit hatten und eine Entscheidung getroffen haben. Das sind auch die Situationen, in denen Du Dich wunderst, wie Du schon wieder zwanzig Minuten damit verbracht hast, auf dem Handy in den sozialen Medien zu sein. Da lässt sich feststellen: Wenn wir keine bewusste Entscheidung treffen, trifft unser Alltag, unsere Gewohnheit sie für uns. Die ausgetretenen Gewohnheitspfade latschen wir automatisch rauf und runter. Etwas anders zu machen, erfordert bewusste Aufmerksamkeit und eine Wahrnehmung der Wahlmöglichkeit. Und die lohnt sich oftmals!


Kopf und Bauch

Und dann? Dann bemerkst Du, dass Du die Wahl hast und eine Entscheidung treffen kannst. Oder Du hast eine dicke, fette Entscheidung direkt vor der Nase – Jobwechsel-Angebot, Umzug, … willst du mich heiraten?). Besonders bei der Frage nach der Heiratswilligkeit wird den meisten sofort klar, dass wir die im Herzen richtige Antwort sofort kennen. Das lehrt schon jeder Liebesfilm. Unser Herz, unser Bauchgefühl, weiß wie wir uns entscheiden wollen. So ist das bei sehr vielen anderen Entscheidungen auch. Trotzdem möchte unser Verstand oftmals noch Informationen und Meinungen einholen, abwägen und abwarten, was sich vielleicht noch an Einflussfaktoren und Möglichkeiten ergeben wird.


Unentschiedenheit kostet Lebenszeit

Bis zu einem gewissen Maße ist das Abwägen und Rationalisieren natürlich in Ordnung. Wir brauchen das als Sicherheitsanker in unserer rationalen Welt („Ja, auch mein Verstand ist einverstanden mit der Entscheidung, die mein Bauch schon lange getroffen hatte.“) oder auch, um andere von unserer Entscheidung zu überzeugen. Aber wann ist der Zeitpunkt, ab dem aus dem sinnvollen Input und Abwägen ein unentschlossenes Zögern und Zaudern wird? Unentschiedenheit kostet Dich Kraft und Zeit. Lebenszeit, in der ein „Sollte/Hätte/Könnte“ in Deinem Hinterkopf in Dauerschleife läuft und den Akku (Deine Kraftreserven) belastet.


Deshalb empfehle ich Dir wärmstens folgenden Dreiklang zu allen großen und kleinen zukünftigen Entscheidungen

Schritt 1 Deines Entscheidungsprozesses

Triff eine erste, kleine, bewusste Mini-Entscheidung, durch die noch nichts passiert, die Dich aber im Entscheidungsprozess den entscheidenden Schritt voranbringt: Frage Dich, wie lange Du Dir noch Zeit für Unentschiedenheit geben möchtest.

Schritt 2 Deines Entscheidungsprozesses

Überlege, welcher Input Dir noch wirklich wichtig ist und dann hole ihn ein, wäge ihn ab und mache vielleicht auch eine der legendären Pro- und Contra-Listen.

Schritt 3 Deines Entscheidungsprozesses

Entscheide Dich! Triff Deine Entscheidung und genieße diesen Wechsel innerhalb eines Wimpernschlags. In einem Moment bist Du noch unentschieden. Im nächsten hast Du eine bewusste und aktive Entscheidung getroffen.


Entscheidungen setzen Energie frei

Und dann genieße die daraus entstehende Kraft. Entscheidungen setzen Handlungsenergie frei. Du hast dieses Gefühl ganz sicher schon einmal erlebt, wenn der Entscheidungsknoten geplatzt ist und Du mit klarem Blick aktiv werden kannst. Großartig, oder?! Wenn Du Dir dann noch bewusst bist, dass es keine Fehlentscheidungen gibt, dann kannst Du frei und motiviert loslegen und Dir die ausstehenden Entscheidungen vorknöpfen. Du kannst Dich nicht falsch entscheiden. Wenn Du mit einer Entscheidung eine Weile unterwegs warst, Erfahrungen auf diesem eingeschlagenen Pfad gesammelt hast und feststellst, dass er Dir nicht gefällt, darfst Du jederzeit neue Entscheidungen treffen.


Also, entscheide Dich mal!


Und hey – wenn Du Unterstützung gebrauchen könntest auf dem Weg zu einer guten Entscheidung, dann schreibe mir unbedingt und wir sprechen, wie ich Dir helfen kann. Ich freue mich darauf, von Dir zu hören!

Ich lebe und arbeite im schönen Idstein bei Wiesbaden und Frankfurt im Rhein-Main-Gebiet. Die Technik macht es möglich, dass wir auch räumliche Distanz im Online Coaching überbrücken können.


Pic by George Bakos on Unsplash


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