25.5.2024

Missverständnisse beim Dranbleiben | Mentale Fitness

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Hast Du auch diese eine Sache, die Du jetzt wirklich dauerhaft in Deinem Leben haben möchtest? Mehr Schlaf, mehr Fitness, mehr Zeit für Freunde, mehr Entspannung, mehr Lesen, weniger Gewicht, weniger Stress, weniger Unordnung, …? Ich weiß, ich weiß, das sind alles tolle Sachen und Du würdest sie auch als Komplett-Paket nehmen. Du weißt, was für Dich jetzt am wichtigsten ist. Wenn Du dazu noch etwas Klarheit gebrauchen kannst, dann lies am besten nochmal im Denkanstoß vom Mai nach >> klick!

Bist Du vielleicht sogar schon (mehrfach) für diese eine Sache losgegangen, aber sie ist Dir (immer wieder) im Sande verlaufen? Bestimmt, oder? Schließlich bist Du ein Mensch, wie jeder andere von uns, und keine Maschine. Das ist in Ordnung und heißt nicht, dass Du Deinen Wunsch nun an den Nagel hängen musst. Vermutlich sind allerdings folgende Missverständnisse zum Thema „Nachhaltige Umsetzung von Vorhaben“ für Dich interessant.


Missverständnis: Willenskraft macht den Unterschied

Willenskraft ist NICHT der entscheidende Faktor, wenn es darum geht, etwas dauerhaft auf die Straße zu bringen. Willenskraft kann Dir einen Anfangs-Booster verpassen, das schon. Aber Willenskraft ist endlich und irgendwann aufgebraucht. Du kannst nur eine gewisse Zeit entgegen Deinem emotionalen Antrieb agieren. Wenn Du versuchst, ständig gegen Deinen inneren Drang zu handeln, wird das irgendwann zu anstrengend und Du gibst auf. Vier Wochen keine Schokolade essen? Geht. Dafür reicht die Willenskraft vielleicht. Vier Monate keine Schokolade essen? Da knicken die meisten von uns irgendwann ein, wenn wir mit purem Willen unterwegs sind.


Was wirklich den Unterschied macht?

>> Klarheit!

Was wirklich den Unterschied macht? Mentale Klarheit und reflektiertes, authentisches Handeln. Du möchtest Dir ein Ziel setzen, das Dich herausfordert, aber mit dem Du Dich nicht überforderst. Das heißt konkret, dass Du ehrlich überlegst, was es braucht, um Dein Ziel zu erreichen und wie viel davon Du auch wirklich bereit bist zu tun. Ich weiß, dass Du alles erreichen kannst, was Du wirklich willst! Du weißt, wie viel Du wirklich erreichen möchtest, zu dem Preis, den Du dafür einsetzen müsstest. Diesen für Dich passenden, reflektierten Preis entscheidest Du dann. Situatives Abwägen und Rumgezackere mit Dir selbst wird dann überflüssig. Willenskraft brauchst Du dann nicht mehr, weil Du die Entscheidung, die Du wirklich vertreten kannst, klar getroffen hast. Ganz sicher ist das, wofür Du Dich mental klar entscheidest, kleiner als Du spontan gedacht hättest. Oder es ändert sich etwas in Deinem Leben, weshalb Du plötzlich viel veränderungsbereiter bist. So habe ich schon mehrere jahrzehntelange Raucher erlebt, die nach zig Versuchen aufzuhören, mit Erhalt einer ernsten Krankheitsdiagnose sofort die Zigaretten für immer weggelegt haben. Plötzlich war die Entscheidung für die Gesundheit glasklar. Aus der Klarheit kannst Du nachhaltig durchziehen ohne Dich in Deiner Willenskraft zu verausgaben. 


Missverständnis: Das Wichtigste ist ein guter Plan

Ein guter Plan ist super, keine Frage. Montags, mittwochs und samstags geht’s ins Fitness-Studio, jeden Morgen Stretching. Dafür stehst Du zwanzig Minuten früher auf, gehst mittwochs früher aus dem Büro und machst samstags den Einkauf später. Nur kommt diesen tollen Plänen ja im echten Leben ständig die Realität dazwischen. Dann geht der Plan ein Mal nicht auf, dann zwei Mal und dann hat es wieder einfach nicht funktioniert, Dein Vorhaben.


Was wirklich das Wichtigste ist?

>> Flexibilität!

Wenn Du mich kennst, ist Dir eins meiner Lieblings-Mottos nicht neu. Für die Umsetzung persönlicher Anliegen, die in einen herausfordernden Alltag eingebunden werden wollen, gilt:

Sei ruhig flexibel in Deinem Plan. Dein Vorhaben ist gleichzeitig absolut nicht verhandelbar.

Das heißt konkret, dass es überhaupt kein Problem ist, wenn Du es Montag nicht ins Fitness-Studio schaffst, weil Du dann Dienstag gehst. Du brauchst auch nicht zu hadern, wenn Du eine Woche gar nicht gehen kannst, weil Du einfach kreativ abends nochmal zwanzig Minuten zügig spazieren gehst und nächste Woche wieder im Studio am Start bist.


Missverständnis: Selbstdisziplin heißt Härte mit Dir selbst

Das bringt mich zum dritten großen Missverständnis bei Gewohnheitsänderungen. Um etwas dauerhaft in unserem Leben anders zu machen, brauchen wir Disziplin. Feenstaub, Hoffnung und Müsste-sollte-könnte bringen uns nicht weiter. Das ist uns eigentlich allen klar. Wir wissen schon, dass es Disziplin braucht, um am Ball zu bleiben. Nur leider schaltet sich unsere Motivation oft direkt an dieser Stelle ab, weil das soo anstrengend klingt. Wir haben ja schon genug Stress und wirklich keine Lust, uns jetzt noch weiter anzupeitschen. Was wir dann meinen, wirklich verdient zu haben, ist ein gemütlicher Abend mit Netflix auf dem Sofa. Dann eben nicht ins Fitness-Studio…


Was Selbstdisziplin wirklich heißt:

>> Selbstfürsorge!

Tatsächlich entspringt Selbstdisziplin für ein Vorhaben, das uns wirklich wichtig ist, einer tiefen Achtung unserer Selbst . Ihr liegt ein verantwortungsbewusstes und fürsorgliches Handeln für die aktive Gestaltung unseres Lebens zugrunde. So, wie wir die Fürsorge für unsere Familie, unsere Team-Mitglieder, unsere Haustiere, unsere Nachbarschaft usw. ernst nehmen, so dürfen wir uns ernsthaft und kontinuierlich um unsere Belange und Bedürfnisse kümmern.

Selbstdisziplin bedeutet auch: Du kannst Dich auf Dich selbst verlassen. Aus Respekt Deinen Kolleginnen gegenüber hältst Du Terminverabredungen ein. Aus Respekt und Liebe Deinen Kindern gegenüber fährst Du sie verlässlich zum Sport. Aus Respekt und Liebe zu Dir selbst hältst Du Dich an Deinen Plan – flexibel, aber nicht verhandelbar. Weil Du Dich auf Dich selbst verlassen kannst und weil Du es Dir wert bist.


Und jetzt Du!

Diesen Missverständnissen sitzen wir sehr leicht auf. Jeder von uns und auch immer wieder mal. Es gibt keinen Grund, Dir deswegen Gram zu sein. Viel schöner – und so viel effektiver! – wäre es doch, Dich vor dem Hintergrund dieser ausgeräumten Missverständnisse zu sortieren und jetzt den nächsten Schritt für Dein Vorhaben zu gehen. Du weißt doch: 


Es hat erst dann nicht funktioniert, wenn Du aufhörst, es zu versuchen.


Sei nett mit Dir selbst. Und dann gehst Du los - oder weiter - für diese eine Sache, die jetzt so gut wäre!



Und hey – wenn Du dabei Unterstützung gebrauchen kannst, dann schreibe mir einfach. Ich freue mich immer, von dir zu hören!

Wenn Du mehr über den mindfit club wissen möchtest, in dem wir in kleinen Gruppen unsere mentalen Muskeln trainieren, um für die Sachen unterwegs zu sein, die uns wirklich wichtig sind, dann findest Du die Warteliste für die nächste mindfit club Runde hier >> klick!

Ich lebe und arbeite im schönen Idstein bei Wiesbaden und Frankfurt im Rhein-Main-Gebiet. Die Technik macht es möglich, dass wir räumliche Distanz im Online-Coaching überbrücken können.

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