24.11.2020

Advents-Kiesel

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Haben Sie es ausprobiert? Haben Sie sich in der ersten Adventswoche ab und zu ein paar wenige Minuten gegönnt, um zu sitzen und einen Tee zu trinken? Wenn Sie sich selbst dieses Geschenk gemacht haben, werden Sie vermutlich zwei Dinge festgestellt haben:

  1. Ein bisschen was geht immer. In der Sehnsucht nach großer Ruhe und Besinnlichkeit vergessen wir schnell, dass drei Mal in der Woche für fünf Minuten in Ruhe einen Tee zu trinken schon fünfzehn Minuten mehr Gemütlichkeit sind als vergangene Woche.
  2. Sie wollen mehr. Ein paar Minuten der Pause haben Ihnen eine Ahnung gegeben, wie wohltuend Erholung und Ausgleich sein können. 

Um diesen Ausgleich geht es heute. Was würde Ihnen in diesem Advent eine Freude machen? Womit würden Sie für sich in ein paar Wochen rückblickend sagen können: „Ach, das war schön! Das bedeutet mir etwas, dass ich mir dafür Zeit genommen habe.“?

Ausgerechnet momentan über einen persönlichen Ausgleich nachzudenken erscheint Ihnen utopisch, weil bei Ihnen zeitlich momentan wirklich gar nichts geht? Das verstehe ich sehr gut. Gerade dann lege ich es Ihnen ans Herz, kurz den Kopf aus Ihrem Kalender und Ihrer To Do Liste zu heben. Fragen Sie sich auf dem Weg zum nächsten Termin ehrlich, wie es Ihnen damit geht. Es geht Ihnen hervorragend und die Dinge laufen genauso, wie Sie das wünschen? Prima, dann weiter so und viel Spaß im positiven Trubel. Viele von uns spüren bei dieser Frage jedoch den Wunsch, etwas mehr von dem tun zu können, was ihnen gut tut. Die Adventszeit soll Besinnlichkeit und Genuss in unser Leben bringen. Wenn Sie sich jedoch gestresst und gehetzt fühlen, dann übernehmen Sie jetzt die Verantwortung für Ihre Zeit.

Sie kennen sicher das Experiment, das - so wird erzählt - ein Philosophie Professor mit seinen Studenten gemacht hat. Dabei geht es darum, seine Zeit und sein Leben mit den Dingen zu füllen, die einem wirklich wichtig sind. Der Professor demonstrierte das anhand eines Glaskrugs, Steinen, kleinen Kieselsteinen und Sand. Wer diesen Vergleich noch nicht kennt, kann sich hier eine schöne Version davon anschauen. Wer die Metapher kennt, kann sie nutzen, um sich zu fragen: Was sind meine Steine und Kieselsteine im Advent? Was soll sicher einen Platz in diesen vier Wochen finden?

Vielleicht können Sie auch vor lauter Weihnachtsstress gar nicht sagen, was Ihre Advents-Kiesel sein könnten. Von außen werden viele Angebote, Einladungen und Verpflichtungen an uns heran getragen. Unsere eigenen Ideen und Vorstellungen können in dieser ablenkenden Vielfalt manchmal gar nicht mehr reifen. Und dann stehen wir ratlos da, wenn wir uns fragen, wofür wir uns denn überhaupt Zeit nehmen wollen. Für alle, die die Suche nach der Antwort auf diese Frage etwas abkürzen wollen, schreiben Sie mir und ich schicke Ihnen eine kleine Übung, die Vorschläge enthält und hilft, die passenden Kieselsteine zu finden. Damit findet Ihr Kiesel dann sogar noch im Advent dieses Jahres seinen Platz.

Viel Spaß und Freude an Ihrem persönlichen Advents-Erlebnis wünsche ich Ihnen!

Sie haben Fragen oder stolpern auf dem Weg zu Ihrem Ausgleich? Für die Dauer dieser Advent-Serie beantworte ich Ihre Frage persönlich.

Und nächste Woche lesen Sie, wie Sie Ihren wirklichen Wünschen auf die Schliche kommen und sich wunderbare Zufriedenheit schenken. Letzten Samstag ging es um Innehalten und Besinnlichkeit.

Für Loriot-Fans, die das "einfach-nur-sitzen" von letzter Woche ausprobiert haben und feststellen konnten, dass Familienangehörige irritiert sein könnten, hier ein kleines Video-Schmankerl und etwas Zuspruch: Aushalten und trotzdem machen! Vielleicht auch wenn keiner guckt 😉 Einer darf damit anfangen. Loriot: "Ich will hier nur sitzen"


Photo by Ryan Pernofski on Unsplash


Tags

Advent, Entspannt im Advent, Stress, Stress abbauen, Stressmanagement, Weihnachtsstress


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