21.2.2024

Sportlich ohne Schweinehund | mentale Fitness

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Welche schmutzigen Tricks hat denn Dein innerer Schweinehund so auf Lager, um Dich von Bewegung und Sport abzuhalten? Wir bewegen und verhalten uns viel gesünder, wenn wir wissen, wie wir unserer Selbst-Sabotage Einhalt gebieten. „Sitz, Schweinehund!“, „braver Schweinehund!“. (Schweine-) Hundeerziehung funktioniert sehr gut über positive Anreize und Belohnung. Deshalb lass uns doch heute mal schauen, welche metaphorischen Leckerlis Deinem persönlichen Schweinehund schmecken, damit er Dir nicht auf der Nase herumtanzt.


Eine Frage der Persönlichkeit

In der Hundeschule ist es eine Frage des Charakters Deines Hundes, wie Du am besten mit ihm arbeitest. In der Schule des Lebens ist es eine Frage Deiner eigenen Persönlichkeit, auf welchen positiven Antrieb Du anspringst. Um das herauszufinden, arbeite ich im Coaching mit der Profile Dynamics® Analyse. Sie schlüsselt auf, welche verschiedenen Wertesysteme uns befeuern. Unsere Motivation für Bewegung und Sport ist dabei völlig verschieden und abhängig davon, aus welchem inneren Antrieb heraus wir agieren. Den sieben Antriebsmustern sind Farben zugeordnet, um sie plakativ und leicht besprechbar zu machen. So zeigt Dir ein Profile Dynamics® Bericht auf, wie sich Dein persönlicher Farbkasten an Stärken, Werten, Motiven und inneren Widerständen zusammensetzt. Je nach Thema kannst Du entscheiden, mit welcher Leckerli-Farbe Du Deinem inneren Schweinehund Beine machst.


Lila: Loyale Verbundenheit

Wenn Du aus diesem Wertesystem heraus agierst, legst Du Wert auf Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Du findest es toll, wenn Du Dich in Deinem Sport einer Gemeinschaft anschließen kannst, die auf Erfahrung und Ritualen beruht. Eine erfahrene Trainerin oder Leiterin schätzt Du sehr. Wenn Dein innerer Schweinehund Dich vom Sport abhalten will, dann ist Dein positiver Anreiz, Dein Leckerli ein Vereinsbeitritt oder der Anschluss an eine fest etablierte Laufgruppe. Am leichtesten wird Dein Schweinehund den Widerstand aufgeben, wenn es vielleicht sogar Team-Shirts gibt und feste Gewohnheiten, die schon lange funktionieren und denen Du Dich anschließen darfst. Dabei geht es Dir weniger um Deine persönliche Leistung, als viel mehr um die gemeinsame Sache in der Gruppe.


Rot: Mutiges und schnelles Kräftemessen

Aus diesem Wertesystem heraus schätzt Du Stärke und Geschwindigkeit. Entschlossenheit und Mut kannst Du aus diesem Antrieb heraus außerordentlich gut einbringen. Wenn Du ein ausgeprägtes Rot in Deinen inneren Motiven trägst, kannst Du den Widerständen Deines Schweinehundes sicher gut begegnen, indem Du Deine Bewegung auf ein Spielfeld bringst, auf dem es schnell und kraftvoll zugeht. Es wird Dich positiv antreiben, Dich beweisen zu können und für Deine Leistung Respekt gezollt zu bekommen. Applaudierendes Publikum ist das Sahnehäubchen auf Deinem Leckerli. Aber auch die Anerkennung eines Trainers, den Du respektierst, ist Dir aus diesem roten Antrieb heraus wichtig. Du wirst Dich rot motiviert in einer kämpferischen Einzelsportart wohlfühlen, funktionierst aber auch in einem Team – Anerkennung und Respekt vorausgesetzt. Angriff ist dabei sicherlich eine Deiner Stärken. Wenn Du Deinem inneren Schweinehund mit solch einer passenden Kombination kommst, wird er sich brav in der Ecke ablegen und Dich stark machen lassen.


Blau: Diszipliniert nach Trainingsplan

Disziplin und Genauigkeit spornen Dich an. Aus dem blauen Wertesystem heraus magst Du klare Ablaufpläne und verlässliche Regeln. Kontinuität und ein klar erkennbarer Nutzen können Dir ein Antrieb sein. Dein innerer Schweinehund lässt sich vermutlich durch einen sauber ausgearbeiteten Trainingsplan im Zaun halten. Zum Beispiel könnte Dir ein Fitness Studio ein wertvolles Umfeld sein, in dem Dich Dein Schweinehund in Ruhe spielen lässt. Oder – ganz etwas Anderes – Turmspringen oder Schwimmen?


Orange: Vielseitig Richtung Sieg

Wettbewerb und Zielverfolgung sind Dein Ding. Sobald es um die Wette geht, läufst Du zur Hochform auf und gibst alles. Da hängst Du Deinen inneren Schweinehund sofort ab. So schnell, wie Du Dich flexibel darauf ausrichtest zu gewinnen, schafft es der Hund nicht mal aus dem Körbchen. Die Sportart spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Dir ist es fast egal, was Du anfängst, Hauptsache Du kannst nach einem Sieg streben oder Dich in einer Rangliste nach oben kämpfen. Was darf es sein, wobei Du Deine Vielfalt und Flexibilität unter Beweis stellen kannst? Triathlon? Oder gleich Zehnkampf? Was es auch ist, stelle Deinem inneren Schweinehund die Möglichkeit zu siegen in Aussicht und er wird Dir den Weg freigeben.


Grün: Stark im Miteinander

Miteinander und im Austausch unter Berücksichtigung der verschiedensten Stärken und Möglichkeiten! Das ist das Motto des grünen Wertesystems. Der Teamgedanke steht im Vordergrund und es geht Dir aus diesem Wertesystem heraus darum, alle mitzunehmen und gemeinsam in Bewegung zu sein. Du bist vielleicht gar nicht so der Läufer, aber für den Firmenlauf melden sich alle Deine Kolleg:innen an – dann bist Du natürlich auch dabei. Bei Team-Events im Klettergarten kommt Dein innerer Schweinehund nicht mal auf die Idee, Dich abzuhalten und auch für den Montagssport mit den lieben Nachbarinnen kannst Du Dich ganz leicht motivieren. Wenn Du also mehr in Bewegung kommen möchtest und es Dir Dein innerer Schweinehund schwer macht, dann verweise ihn des Platzes und belohne ihn mit einer Portion Harmonie und Gemeinschaft.


Gelb: Individuelle Freiheit

Freiheit und Unabhängig sind Dir gelb-… äh: goldwert. Wenn Du Dich individuell entfalten kannst, bist Du in Deinem Element. Dabei nimmst Du Deine Mitstreiter als willkommene Inspiration wahr, wirst aus dem rein gelben Antrieb heraus aber Deine Kraft daraus schöpfen, Dir selbst Raum für Deinen Stil und Deinen Weg zu geben. So belohnst Du Deinen inneren Schweinehund für braves „Sitz!“ mit kreativen und individuellen Sport- und Bewegungsarten. Motivation, 42,19km zu laufen? You got it! wenn Du die geistige Freiheit bei langen Trainingsläufen betonst. Langstreckenwandern? Ja, bitte. Auch Klettern oder Bouldern könnte etwas für Dich sein.


Türkis: Ganzheitlich im Einklang

Dir ist das große Ganze wichtig. Du relativierst die kleinen, belanglosen Alltagsdetails und störst Dich nicht an widrigen Kleinigkeiten. Im Gegenteil bringst Du die Dinge gerne in einen größeren Zusammenhang und Dein innerer Schweinehund könnte Dir vielleicht am ehestens mit dem Argument gefährlich werden: „Deine individuelle Beweglichkeit und Sportlichkeit spielt in Relation zu den globalen Themen eine untergeordnete Rolle.“ Deinen inneren Schweinehund köderst Du, indem Du Dein intuitives Fühlen und Erleben beim Sport mit dem Rhythmus allen Lebens verbindest – vielleicht beim Yoga? Oder beim Tai-Chi. Oder möglicherweise auch beim Segeln?


Welche Leckerlis schmecken Deinem Schweinehund?

Wo erkennst Du Dich und Deine tiefe, innere Motivation wieder? Mit welchem Antrieb kommst Du in Bewegung? Das Tolle ist ja, dass wir alle nicht nur ein einziges Antriebssystem in uns tragen, sondern viele dieser Wertesysteme in uns zu unserem ganz eigenen Muster vereinen. Wenn Dir also Dein innerer Schweinehund zu oft ein Bein auf dem Weg zum Sport stellt, prüfe doch mal, ob Du aus dem für Dich passenden Wertesystem sportelst. Vielleicht entspricht Dir ein anderer Antrieb als der, zu dem Du versuchst, Dich zu zwingen viel mehr. Vielleicht passt auch die Sportart, aber das Setting noch nicht so ganz.

Aus welchem Wertesystem ziehst Du so viel Motivation, dass Dein innerer Schweinehund direkt brav in seinem Körbchen bleibt?


Und hey – wenn Du herausfinden möchtest, wie sich Deine persönliche Werte-Farbpalette konkret zusammensetzt, dann schreibe mir und wir sprechen über Profile Dynamics® und Saboteure®. Ich freue mich drauf!

Wenn Du mehr über den mindfit club wissen möchtest, in dem wir in kleinen Gruppen unsere mentalen Muskeln trainieren, um den Umschalter in unsere Superpower zu stärken, dann findest Du die Warteliste für die nächste mindfit club Runde hier >> klick!

Ich lebe und arbeite im schönen Idstein bei Wiesbaden und Frankfurt im Rhein-Main-Gebiet. Die Technik macht es möglich, dass wir räumliche Distanz im Online-Coaching überbrücken können.


Pic by Karsten Winegeart on Unsplash


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