25.5.2024

Was ist da wirklich los? | Mental fit

0  comments

Beschäftigt Dich etwas, mit dem Du einfach nicht weiterkommst? Vielleicht etwas, das Dich frustriert, stresst oder enttäuscht. Etwas, zu dem Du Dir wünscht, es würde sich ändern? Prima, dann ist diese kleine Serie hier für Dich genau das Richtige.

In fünf Denkanstößen erläutere ich die fünf sogenannten Sage Powers, mit denen Du vertrackte Situationen auflöst und die Veränderung starten kannst, die Du Dir wünscht.


Heute: Explore Power

Lass uns loslegen. Wir beginnen heute mit der Explore Power. Bei dieser inneren Stärke (die wir alle in uns tragen, wirklich!) geht es um neugieriges Interesse. Es geht darum, wie ein Forscher alle Fakten sammeln und beleuchten zu wollen. Oder wie ein Kind jeden Stein umzudrehen, um zu schauen, was darunter liegt.


Erstmal raus aus dem Stress-Modus

Wenn Du es wirklich ernst meinst, dann nimmst Du Dir einen Moment, um aus dem Stress-Modus auszusteigen, in den wir in diesen vertrackten Situationen schnell geraten (Anspannung, kreisende Gedanken um die immer wieder gleichen Fragen, … Du kennst das).

Gönne Dir zwei Minuten, in denen Du tief durchatmest. Achte darauf, wie die Luft kühl durch Deine Nase einströmt und wärmer wieder ausströmt. Achte, wie sich Dein Brustkorb und Bauch heben und senken. Und höre Deinem Atem einen Moment zu.


Dann rein in die Explore-Haltung

Nun darfst Du es Dir noch leichter machen, mit der Neugier und auch ein bisschen Spaß in diese Forschungsaufgabe bringen.

Nimm eine Körperhaltung ein, die freudige Wissbegierde widerspiegelt. Probiere es mal aus: Lehne Dich vor, mache Deine Augen größer, recke Deinen Kopf vielleicht etwas schräg vor.

Jetzt erinnere Dich daran, dass alles aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden kann. Stelle Dir vor, Deine stressige Situation wäre eine Skulptur. Du kannst eine 360°-Betrachtung machen. Du kannst sie mit anderen gemeinsam betrachten und deren Perspektive erfragen und Du kannst Deine Situations-Skulptur natürlich zu verschiedenen Zeiten betrachten. Sicher wirst Du immer neue Aspekte entdecken, die Dir beim schlichten Davor-stehen entgangen sind. Diese eingehende Betrachtung wenden wir mit der Explore Power an.


Forschende Fragen in drei Richtungen

  1. Frage Dich: Wie erlebst Du die Situation? Worum geht es Dir dabei im Kern? Was wünscht Du Dir in der Situation? Nimm Dir fünf Minuten und mache Dir Notizen.
  2. Wer, außer Dir, ist in der Situation am wichtigsten? Was, nimmst Du an, ist deren/dessen Wahrheit zu der Situation? Wie geht es Dir damit? Nimm Dir weitere fünf Minuten und notiere, welche Antworten auf diese konkreten Fragen aufkommen.
  3. Welche äußeren Umstände beeinflussen die Situation? Was wünscht Du Dir, könntest Du an den Umständen ändern? Was ist noch wichtig? Auch hier halte schriftlich fest, was Dir dazu durch den Kopf geht.

Super, jetzt hast Du schon ein gutes Bild gezeichnet und ein paar Aspekte konkretisiert, die bislang vielleicht nur diffus durch die Situation gewabert sind.


Deine Selbst-Sabotage

Nun ist es so, dass negative Gefühle wie Stress, Frust, Enttäuschung u. Ä. immer ein Indikator dafür sind, dass wir uns auch selbst sabotieren. [Link zu Denkanstoß „Wie Du aus der Selbst-Sabotage-Falle rauskommst – konkret und sofort“]. Das ist so menschlich wie wahrheitsverzerrend. Um nun also die Wahrheit zu Deiner Situation noch ein Stück weiter zu entzerren, lass uns einen Blick auf die Sabotage werfen. Wo könnte Dein innerer Kritiker übermäßig an Dir, den Anderen oder den Umständen rumnörgeln und meckern? Wo verurteilst Du, beschuldigst Du, übertreibst oder lässt etwas unter den Tisch fallen?

Du kannst auch hier ganz ehrlich ein paar Vermutungen anstellen und mutige Notizen machen. Fordere Dich ruhig ein bisschen heraus. Es liest ja niemand außer Dir.

Großartig, mit diesem letzten Schritt hast Du eine wirklich schwierige Perspektive eingenommen. Oft scheuen wir sie, weil wir uns so gut in den Geschichten eingerichtet haben, die wir uns selbst erzählen.


Wie siehst Du die Situation jetzt?

Indem Du die eigenen, sabotierenden Scheuklappen etwas zur Seite schiebst und verschiedene Perspektiven einnimmst, hast Du vermutlich ein umfassenderes Bild von der Situation erhalten, die Dich immer wieder stresst. Was ist Dir nun bewusst geworden?

Halte dieses Bewusstsein fest. Allein das Hingucken verändert die Vorzeichen, wie wir etwas erleben. Möglicherweise wird Dir die leidige Situation schon allein dadurch etwas leichter fallen. Vielleicht aber auch nicht. Das ist auch ok.


Weiter geht’s mit Empathie! Im nächsten Denkanstoß in dieser Serie geht es weiter mit der Kraft der Empathie. Sie ist das beste Gegenmittel gegen die kraftzehrende Verurteilung aller Beteiligten in der Situation – und den Umständen gleich noch dazu. Du wirst lesen, wie Du Dir diese Sage Power praktisch und konkret erschließt und wohltuend Kraft schöpfst für und in stressigen Situationen.


Und hey – wenn Du schon durch die umfassende Betrachtung Deiner Situation merkst, wie viel in Bewegung kommt und Austausch dazu suchst, dann schreibe mir und wir sprechen über Deine Sage Powers und für Dich jetzt passende nächste Schritte. Ich freue mich drauf!

Wenn Du mehr über den mindfit club wissen möchtest, in dem wir in kleinen Gruppen unsere mentalen Muskeln trainieren, um aus dem Stress auszusteigen und unsere persönliche Resilienz zu stärken, dann findest Du die Warteliste für die nächste mindfit club Runde hier >> klick!

Ich lebe und arbeite im schönen Idstein bei Wiesbaden und Frankfurt im Rhein-Main-Gebiet. Die Technik macht es möglich, dass wir räumliche Distanz im Online-Coaching überbrücken können.


Pic by Alessandro Erbetta on Unsplash


Tags

mentale Fitness


Weitere Denkanstöße